2.1 Weimarer Republik (Verfassung)

Die Weimarer Verfassung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Weimarer Verfassung galt als sehr demokratisch und freiheitlich. In ihr galt das Prinzip der Gewaltenteilung, das Volk hatte über Volksbegehren und Volksentscheid die Möglichkeit in die Gesetzgebung einzugreifen und die allgemeinen Grundrechte (Menschenrechte) waren garantiert. Es gab keine 5%-Klausel, auch kleine Parteien waren im Parlament vertreten.

 

1.)   Einige Rechte, die für uns heute selbstverständlich sind, wurden damals

        neu in die Verfassung aufgenommen. Welche waren das?

Freie Wahlen (Mehrparteiensystem) und Gewaltenteilung, Gleichberechtigung aller Bürger (Frauen und Männer), Schutz der Jugend, (Frieden), Grundrechte (Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Koalitionsfreiheit und Gewerkschaften,...) und Grundpflichten, Unterstützung bei Arbeitslosigkeit (soziale Verpflichtung), Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartner zur Regelung von Lohn und Arbeitsbedingungen

 

2.)   Vergleiche nun die Verfassung der Weimarer Republik mit der

       Bundesrepublik. Schreibe dazu die einzelnen Verfassungsorgane

       der Exekutive, Legislative und Judikative in die Tabelle.     

Weimarer Republik

Bundesrepublik Deutschland

Legislative: Gesetzgebende Gewalt

Legislative:

Reichstag

Bundestag

Reichsrat

Bundesrat

Exekutive: Ausführende Gewalt

Exekutive:

Reichskanzler / Minister

Bundeskanzler / Minister

Reichspräsident

Länderregierungen

(Reichswehr = Instrument der Exekutive)

(Bundespräsident)

Länderregierung

 

Judikative: Richterliche Gewalt
Judikative:

Staatsgerichtshof

Bundesverfassungsgericht

 

 

 

3.)   Eine besondere Stellung in der Weimarer Verfassung hatte der

        Reichspräsident. Welche Befugnisse und Aufgaben hatte er?

        Wie wurde er gewählt?

- Wird vom Volk auf 7Jahre gewählt

- ernennt Reichskanzler u. Minister (nach Mehrheit im Reichstag)

- Oberbefehl über Reichswehr

- kann Reichstag auflösen (nur wenn keine Mehrheit im Reichstag vorhanden ist)

- kann Gesetz über Notverordnung ändern (in Katastrophenfälle)

 

4.)   Der Artikel 48 der Verfassung gab dem Reichspräsidenten ein

       Notverordnungsrecht“. Wann konnte er davon Gebrauch machen?

        Welche Grundrechte konnte er damit zeitweise außer Kraft setzen?

Er konnte vom Notverordnungsrecht Gebrauch machen, wenn er der Meinung war, dass die Sicherheit und Freiheit des deutschen Reiches gefährdet war.

Die Artikel 114, 115, 117, 118, 123, 124, 153 in denen das Grundrecht festgelegt war konnte er außer Kraft setzten.

Grundrechte konnten nicht eingeklagt werden.

 

 

5.)   Vergleiche beide Verfassungen.  Wie unterscheiden sich die

       Aufgaben des Präsidenten, des Kanzlers und das Wahlrecht.

 

 

Heute

Weimarer Republik

Wahlrecht

Frauen und Männer ab 18, Präsident: auf 5 Jahre

Frauen und Männer ab 20, Präsident: auf 7Jahre

Aufgaben des Präsidenten

Repräsentant

Staatsoberhaupt

Aufgaben des Kanzler

„Staatsoberhaupt“, Regierungschef, Befehlsgewalt

Exekutive

 

 

 

Warum hat man dies in unserem Grundgesetz wohl anders geregelt?

- Da es ungerecht verteilt war.

- Einzelne Personen hatten zu viel Macht.

- 5%-Hürde für Parteien, früher waren alle Parteien entsprechend ihrem Prozentsatz vertreten

- Besonders gefährlich war das Notverordnungsrecht (Artikel 48) in Kombination mit dem Recht das Parlament aufzulösen (Artikel 25) und dem Recht den Kanzler einzusetzen (Artikel 53)  zusätzlich mit dem „destruktiven Misstrauensvotum“ (= die Parteien finden keinen Konsens und der Kanzler wir nicht mehr von einer Mehrheit getragen und kann abgesetzt werden).

- Gefahr von Machtmissbrauch des Präsidenten = Ersatzkaiser

Heute gibt es das Konstruktive Misstrauensvotum, d. h. wenn ein Kanzler keine Mehrheit mehr hat, muss gleichzeitig ein neuer gewählt werden.

9.1 Weimarer Republik 1919-1933

Zusammenfassung:

Als Weimarer Republik bezeichnet man das Deutsche Reich in dem Zeitraum zwischen 1918 und 1933. In dieser Zeit herrschte in Deutschland Demokratie. Der Name kommt von der  Stadt Weimar, es war der Tagungsort der Nationalversammlung.
Am 9.11.1918 beginnt in Deutschland der Kampf um die Staatsform.

Die Entscheidung wird von vielen Faktoren bestimmt, dazu zählen:



1. Die bewaffnete Macht aus Teilen der alten Reichswehr, Adel, Freikorps, 
2. Die Presse
3. Die bewaffnete Macht aus Arbeiter und Soldatenrat
4. Die Kirchen
5. Bürokratie
6. Die Industrie
7. Das Gerichtswesen

8. Stimmung im Volk, und die Parteien

 


Alle Staatsformen waren vorhanden: Sozialistische Rätepolitik, palamentarische Demokratie, konstitutionelle Monarchie. Hier alle im Überblick:

Ihre Vertreter, Wähler und ihre Ziele

Parteien der Repuplik

 Deutschland wollte mehrheitlich Demokratie