3.2 Nationalsozialismus 1933-1945---> Gleichschaltung

1.)Machtergreifung

- Ernennung Hitler zum Reichskanzler 30. Januar 1933 durch Hindenburg
  Ziel: Neuwahlen und möglichst Zweidrittelmehrheit der Stimmen. dann wäre
 ,,legale"   Verfassungsänderung möglich.
- Ab Anfang Februar 1933: Sofort einsetzende Verfolgung politischer Gegner
- 27.2.1933 Reichstagsbrand
- 28.2.1933 Verordnung des Reichspräsidenten zum ,,Schutz von Volks und Staats" (,,Brandverordnung"): weitere Einschränkungen der Grundrechte. 
- 5.3.1933 Wahlen: NSDAP: 44%, DNVP:8%
- 21.3.1933 Tag von Potsdam: Propagandaveranstaltung zur Eröffnung des neuen Reichstags.
- 23.3.1933 Ermächtigungsgesetz: Weimarer Verfassung ausgehebelt.


2.) Gleichschaltung






Schule

-Enlassungen:
7.4.1933 Gesetz zur "Wiederherstellung
des  Berufsbeamtentum"
(Beamten, die nichtarischer Abstammung sind (Juden) oder dem Staat keinen politischen Rückhalt  geben können(die polititsch nicht zuverlässig sind), werden in den Ruhestand versetzt.
- Alte Schultypen werden beseitigt (Konfessionsschulen) und Gemeinschaftschulen werden eingefürt um den kirchlichen Einfluss zu veringern.
-Lehrpläne werden auf die Ideologie angepasst. Erziehng im Sinne des NS. (Aufgabe: Jugendliche mit dem Geist des Nationalsozialismus zu erfüllen und sie zu Vorkämpfern der neuen Weltanschauung zu machen)





Staat & Parteien

- Landtage und Reichsrat aufgehoben. Reichsstatthalter (NSDAP) statt
  gewählte Landesregierungen.

- Verbot von SPD und KPD 1933, die anderen Parteien lösen sich daraufhin auf.
  Es wird ein Gesetz gegen die Neubildung von Parteien gemacht.

- Die eh schon monarchistisch gestimmte Justiz und Bürokratie wird durch ein
  Gesetz zur "Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" (April 1933) weiter
  ausgesiebt, sodass nur noch Nationalsozialisten vorhanden sind. Die Rechtslastigkeit
  der Richter in der Weimarer Zeit zeigt sich in folgender Statistik:
 

 

Gewerkschaften


Für Hitler stellen die Gewerkschaften eine potentielleGefahr dar.

Am 1. Mai führte die NSDAP den "Tag der Arbeit" als Feiertag ein, um die Gewerkschaften in Sicherheit zu wiegen.

Am 2.Mai wurden dann unerwartet die Gewerkschaftshäuser gestürmt und ausgeräumt. Die Führer wurden festgenommen.

Alle Arbeitnehmer werden in die deutsche Arbeitsfront eingegliedert.



Kultur:

 18. Mai 1933 Bücherverbrennung an Universitäten

 Zwangsmitgliedschaft in Reichskulturkammer. - Unliebsame
 Künstler  sind ausgeschlossen. 

 Kunst und Kultur im Dienst der staatlichen Ideologie: Rasse,
 Kampf, Führerprinzip,  Volksgemeinschaft

 Rechtfertigung:


§1
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda wird beauftragt und  ermächtigt, die Angehörigen der Tätigkeitszweige, die seinen Aufgabenkreis betreffen, in Körperschaften des öffentlichen Rechts zusammenzufassen.


§2
Gemäß § 1. werden errichtet: 1. eine Reichsschrifttumkammer, 2. eine  Reichspressekammer, 3. eine Reichsrundfunkkammer, 4. eine Reichstheaterkammer, 5. eine Reichsmusikkammer, 6. eine Reichskammer der bildenden Künste [...]
[...]


§5

Die im § 2. bezeichneten Körperschaften werden gemeinsam mit der vorläufigen Filmkammer, die den Namen Reichsfilmkammer erhält, zu einer Reichskulturkammer vereinigt. Die Reichskulturkammer steht unter der Aufsicht des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda.

 


Polizei und SS


- Beamten, die nicht ins politische Bild passten oder jüdisch 
  waren wurden entlassen.

- Politischer Willen der NSDAP wurde auch mit Gewalt durchgesetzt. Gegner der Diktatur wurden eingeschüchtert oder ausgeschaltet. 

- Wegen politischer Bedeutung der Polizei für den NS-Staat musste die Polizei stärker von der Partei kontrolliert
we
rden. Hitler übertrug Heinrich Himmler, Führer der SS (Schutzstaffel) diese Aufgabe.

- Nach der Mordaktion gegen den SA-Führer Röhm im Juni 1934 wurde  die SS aus der SA ausgegliedert. 

→SA verlor an Einfluss.
- Die Gestapo (geheime Staatspolizei) verbreitete Angst, durch Anordnung von Schutzhaft in Gefängnissen, Arbeitserziehungs- und Konzentrationslagern, durch brutale Folter, sowie durch Ermordung Gefangener.

 



Jugend:

Die ganze Jugend war zu Zeiten des Nationalsozialismus durch ein in der Hitlerjugend zusammengefasst.
Ebenfalls durch ein Gesetz wurde gesichert das die Erziehung der Hitlerjugend (außer in Elternhaus und Schule) in der Hand der Nationalsozialisten war.
--> Die Jugend war volkommen in Händen des Reichsjugendführers, also in den Händen der Nationalsozialisten.
--> von 10 bis 14 sind die Kinder verpflichtet in das deutsche Jungvolk zu gehen, von 14 bis 18 in die Hitlerjugend.

Für die Jugendlichen in der HJ selbst war es anfangs noch lustig und wahrscheinlich auch spaßig, sie waren mit Freunden zusammen und konnten Spiele machen.
Doch zur Endphase des Krieges wurden Kinder aus der HJ in den Krieg geschickt.


 



Reichswehr

Die Reichswehr ist nicht nur das wichtigste Instrument im Kampf gegen andere Rassen und Nationen, sondern war sie auch in der Lage gegen die NSDAP zu putschen.
die Gleichschaltung verlief eigentlich reibungslos:

→ die Reichswehr unterstützt die DNVP, mit deren Macht Hitler an die Macht kam.
→die erhofften sich von Hitlers Ankündigungen einen nahtlosen Fortsetzung der imperialistischen Außenpolitik des Kaiserreiches.
→Berufssoldaten und Offiziere dachten oftmals nationalistisch, Hitlers Propaganda entsprach deren Einstellungen.
→Hitler versprach Aufrüstung und trieb das Militär voran. Dadurch steigert er dessen Selbstbewusstsein und dessen Dankbarkeit
→Die Einführung der Wehrpflicht 1935, steigert das Selbstwertgefühl der RW und eröffnete ganz neue Karrieremöglichkeiten. (Viele neue Stellen wurde von den Parteigängern der NSDAP besetzt)
→Nach Tod Hindenburgs spielt der Eid auf den Führer eine große Rolle (der heilige Eid des unbedingten Gehorsam)

Als Hitler im Oktober 1937 bei der Hoßbach-Protokoll-Sitzung seine Kriegspläne offenbarte, gab es vereinzelt Widerspruch z.B. äußerten der Kriegsminister Blomber und der Oberbefehlshaber des Heeres von Fitch gut gemeinte Warnungen, darauf hin wurden sie aus ihrem Amt entlassen, da Hitler keinen Widerspruch duldete.
1938 trat auch der Chef des Generalstabes des Heeres, Ludwig Beck, zurück.
Doch all das konnte den Krieg nicht verhindern.

 



















Kirchen:

Da 95% der Deutschen zu eine der beiden Kirchen gehörten und Hitler auch diese Leute ansprechen und von sich überzeugen wollte, brauchte er zur Machtergreifung 1933 die Zustimmung der Kirchen. Doch da das Regime des Nationalsozilismus und der christliche Glaube in keine Weise übereinstimmten, hatte Hitler ein Problem.
Dennoch erreichte das NS-Regime zumindest die politische Anpassung und Ausschaltung beider Volkskirchen.
Folgende Faktoren trugen dazu bei:
- auch kirchliche Würdenträger erhofften sich das Ende der Weimarer Republik (der Gedanke an das Ende der Weimarer Republik war stärken als der an mögliche Gefahren)
- Katholische und evangelische Geistliche bedauerten den Bedeutungsverlust der Religion, der aus dem Sturz der Monarchie resultierte
- die inneren Strukturen und Einstellungen der beiden Kirchen waren traditionell wenig demokratisch und schwächten die Abwehrkraft gegen die Diktatur.


Hitler nützte diese Faktoren für sich aus und verkündete in einer Regierungserklärung vom März 1933, dass er die Wichtigkeit der Kirchen beibehalten und bewahren werde.
Während der Weimarer Republik gab es schon unstimmigkeiten zwischen der demokatischen Regierung und dem Vatikan: Der Vatikan war sehr hirarchisch( ein Bischhof, der allles bestimmt hat), wobei die demokratische Regierungdie Stimmen aller berücksichte.
Innerhalb der Kirche gab es zwei verschiedene Gruppierung: Zumn einen die "bekennende Kirche", welche sich gegen das NS_Regime stellte und zum anderen die  „Deutschen Christen", welche Hitler unterstützten. Somit war klar , dass sie bei den Synodalwahlen des Jahres 1933 von Hitler unterstütz und geputscht wurden. Erwartungsgemäß siegten die „Deutschen Christen“ und sezten Ludwig Müller als ihren Reichsbischof ein.


..............................................................................................................................
Gleichschaften der Gssellschaft:
www.TschooTschoo.over-blog.de



Der gleichgeschaltete Volksgenosse


Unter Gleichschaltung versteht man eine Serie von Anordnungen und Maßnahmen zur systematischen Ausrichtung aller staatlichen Organe, politischen und gesellschaftlichen Kräfte, Organisationen und Gruppen und letztlich des einzelnen Bürgers auf die Ziele der einen Partei und den Willen des Diktators. Die Maßnahmen der NSDAP, die gleich nach der Machtergreifung ergriffen wurden, waren heftige Propaganda, die auch schon vor der Machtergreifung eingesetzt wurde, Anordnungen der Regierung, gesetzliche Regelungen, Gewaltandrohungen und brutalste Unterdrückung (z.B. Kommunisten, Sozialdemokraten) . Das Ziel war die totale Durchdringung der Gesellschaft und Bindung an die eine Partei, die NSDAP und den Führer.


Das Schaubild zeigt, wie die Bürger zu uniformierten Untertanen werden. Dieser Vorgang gelingt der NSDAP aus verschiedenen Gründen:
- Deutschland hat eine obrigkeitsstaatliche Tradition, der Kaiser war also an der Macht. Viele wünschten sich solch einen Machthaber zurück.
- Die vielen Krisen der Weimarer Republik werden propagandistisch ausgeschlachtet. So bekommt die NSDAP immer mehr Stimmen.
- So an die Macht gekommen, unterdrückt die NSDAP politische Gegner wie die Kommnisten und die Sozialdemokraten. Gleichzeitig kontrolliert sie die Presse, sodass davon kaum etwas an die Öffentlichkeit dringt, oder die Ereignisse als großartiger Erfolg der NSDAP dargestellt werden (Propaganda).
- Weitere Durchdringung der Gesellschaft durch die Gleichschaltung.
- Die Propaganda berichtet von Erfolgen, sodass die Stimmung im Volk weiter in die gewünschte Richtung gelenkt wird.



........................................................................................................................