4.1 Deutsche Nachkriegsgeschichte1945-1990
Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945
- Treffen der „Großen Drei“: Franklin D. Roosevelt (US-Präsident),
Winston Churchill (britischer Premierminister) und Josef Stalin (sowjetischer Diktator)
- Ziele Stalins:
a. Erhalt Ost- und Südosteuropas als Gebiete, an denen die SU z.B.
wirtschaftliche Interessen hat (= Interessensphäre)
b. Festlegung der Reparationssumme und Anteil der SU
(Vorschlag: 20 Mrd. US-Dollar insgesamt, davon 10 Mrd. an die SU)
- Ziele Roosevelts:
a. Erlangen der Zusage Stalins zum Kriegseintritt gegen Japan
b. Versicherung der sowjetischen Kooperation bei der Errichtung der Vereinten
Nationen
c. Kontrolle über sowjetischen Expansionsdrang in Ost- und Südosteuropa
- Ziele Churchills:
a. Kontrolle über sowjetischen Expansionsdrang in Ost- und Südosteuropa
- Misstrauen zwischen West & Ost und Interessensdifferenzen
> chaotischer Verhandlungsverlauf
- Auswirkungen für Deutschland:
a. vollständige Entwaffnung und Entmilitarisierung
b. Auferlegung hoher Reparationen
c. Einladung Frankreichs als vierte Besatzungsmacht mit eigener Zone
Die vier Besatzungszonen
- vier Besatzungsmächte: USA, Großbritannien, Frankreich,
Sowjetunion = Alliierter Kontroll- rat
- Festlegung der vier Besatzungszonen in Jalta im Februar 1945;
Berlin wurde ebenfalls in vier Sektoren eingeteilt
- Gebietseinteilung: Südwesten an Frankreich, Südosten an die USA,
Nordwesten an Großbritannien, Nordosten an die Sowjetunion
- Hauptquartiere in Baden-Baden (Frankreich), Frankfurt (USA),
Bad Oeynhausen (Großbritannien), Berlin-Karlshorst (Sowjetunion)
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deutsche
Gebietsverluste:
Kalter Krieg
- Auseinandersetzung zwischen den Westmächten (USA, GB, FRA)
und der Sowjetunion, dem „Ostblock“
- Der Konflikt nahm seinen Anfang 1945 und dauerte bis in die 80er Jahre an.
- Ziel war auf beiden Seiten, die Macht und den Einfluss des anderen in Grenzen
zu halten.
- Es war aber kein direkter Krieg zwischen den Kontrahenten, sondern er fand eher
durch Dinge wie Wettrüsten oder dem Wettrennen um die Reise zum Mond statt.
Frankfurter Dokumente von 1948
- gelten als wichtiger Baustein auf dem Weg zur Gründung der BRD
- offizielle Mitteilung der alliierten Beschlüsse über die Gestalt eines künftigen
deutschen Staates
- = Wendepunkt vom alliierten Kriegsrecht, das Deutschland regierte,
zur deutschen Eigenverantwortung
- drei Dokumente:
a. Ermächtigung für die Ministerpräsidenten zur Einberufung einer Versammlung
zur Ausarbeitung einer deutschen Verfassung
b. Empfehlung zur Neugliederung der deutschen Länder
c. Skizzierung der Grundzüge eines Besatzungsstatuts, das heißt, wie viel Freiheiten Deutschland letztlich von den drei Westmächten eingeräumt bekommt
> Lockerung, nicht Aufhebung der Besatzungsherrschaft
Berlin-Blockade
- sowjetische Reaktion auf die Währungsreform in den Westzonen (inklusive West-Berlin)
- unmittelbare Reaktion: Einstellung der Stromversorgung vom Osten aus
Folge: in West-Berlin gingen die Lichter aus; nur sporadische Versorgung in den
Folgemonaten
- weitere Mittel: Einstellung des Eisenbahnverkehrs, Unterbindung der Binnenschifffahrt
> Berlin = Insel; vollständige Blockade gegenüber dem Westen;
drei Luftkorridore als Zugang
Die
Bundesrepublik wird gegründet
- In einer festlichen Sitzung
des Parlamentarischen Rates unterzeichnete Konrad Adenauer
die Verkundungsurkunde zum Grundgesetz.
- Am 24. mai tritt das Grundgesetz in
Kraft.
- Neun Monate zuvor waren 65 Landtagsabgeordnete aus den
Westzonen
erstmals zusammengetreten.
Die Potsdamer Konferenz
Die Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August 1945, offiziell als
Dreimächtekonferenz von Berlin bezeichnet, war ein Treffen der drei Hauptalliierten des Zweiten Weltkriegs, um auf höchster Ebene über das weitere Vorgehen zu beraten.
Die Ziele der Potsdamer Konferenz sind:
Democratisation - Demokratisierung (Zulassung demokratischer Parteien)
Demilitarisation - Entmilitarisierung
Denazification - Entnazifizierung (Verfolgung und Bestrafung ehem. Nazis)
Decartelisation - Dekartellisierung (Entflechtung der Großindustrie)
1949: Gründung der Bundesrepublik (BRD
23.Mai 1949) -> link
Die
Alliierte Hohe Kommission (AHK) war eine Zusammensetzung des vier Westmächte (GB, F, USA) Sie hatten eine Reihe von Vorbehaltsrechten gegenüber der BDR. Diee Rechte waren im
sogennaten Besatzungsstatut, welches zusätzlich Aliierte Kontrollrechte beinhaltete, festgelegt. Somit wurde die BDR kontroliert und von der AHK
eingeschränkt. Die Regierung der Westmächte räumten der Bundesrepublik das "größtmögliche Maß an Selbstregierung" ein, weshalb diese Mächte dem Grundgesetz erst zustimmen mussten.
Die entgültige Lösung sollte jedoch erst in einem gesamtdeutschen Rahmen getroffen werden. Das Grundgesetz wurde demokratisch durch das Länderparlament
legitimiert.
Der Verfassungsentwurf für die DDR orientiert sich an der Weimarer Verfassung. Diese garantiert das Eigentums- und
Streikrecht, allerdings ist jede offene Opposition ein großes Risiko.
Nur eine Woche später wird die Verfassung in der Sowjetzone für die DDR geregelt, und die DDR als „Staat“ am 7.10.1949 gegründet. Damit gab es zum Entsetzen vieler Deutscher
zweimal Deutschland, die Spaltung Deutschlands war perfekt: die westlich orientierte Bundesrepublik (BRD) und die sowjetisch orientierte DDR. Die DDR wurde schon bald Mitglied im Rat
gegenseitiger Wirtschaftshilfe (RGW oder COMECON)
1952: „Stalinnote“
Stalin wollte die Eingliederung der Bundesrepublik mit der wetslichen Militärsmacht verhindern und stellte daher
im März 1952 den Westmächten ein verlockendes Angebot, dass die Wiedervereiningung von der West-&Osthälfte zu einem neutralen Staat, beinhaltete. Widerstände des Bürgerstums
stoß gegen dieses Angebot gab es nicht, da alle sich ein vereintes Deutschland wünschten. Die Westmächte jedoch vertrauten ihm nicht und lehnten "verlockende" Angebot
ab.
Die innerdeutsche Grenze
Als die Westmächte das Abgebot zur Widervereinigung ablehnten, reagtiere Stalin sofort und ließ eine innerdeutshe Grenze errichten. Es wurden Waldstreifen
vernichten, tiefe und lange Gräben ausgehoben und Straßen unbegehbar gemacht. Leute, die in diesem "Streifen" wohnten wurden nicht nur als Verrräter bezeichnet sondsern auch so
behandelt. Sie wurden zwangsumgesiedelt und in kleine Wohnungen ohne Strom und Wasser verwießen.
Sozialismus wird Staatsziel der DDR & Kollektivierung in der
DDR
Im Juli 1952 wird bei der 2. Parteikonferenz der
"neue Kurs", der Sozialismus, verkündet. Somit wurde der Ostteil Deutschlands in allen Bereichen an die Sowjetunion
angeglichen.
1953: Tod Stalins, 17. Juni
1953
Als der russische Diktator Joseph Stalin am 17.Juni 1953 strab, war alles lahmgelegt. Der Verkehr wurde angehalten,
allgemeine Staatstrauer wurde verordnet und das sonst so aggresive Ostdeutschland trauerte. Insgeheim wurde jedoch die kleinste Funke an Hoffnung erweckt, dass
sich etwas Grundlegendes ändern könnte, was leztendlich doch nicht der Fall war.
Sozialismus wird Staatsziel der DDR, Kollektivierung in der
DDR
Auf dem Land wurden über 600 neue Maschinen
eingeführt und die Äcker verschiedener Betriebe zusammengelegt. Die Kollektivierung kam ins rollen: "Von ICH zum WIR!". Auch in der Stadt wurden Hochäuser gebaut und
moderne Wohnungen eingerichtet. Alle waren hoch motiviert ihre neue Staatsform zusammen "großzuziehen".
1955: Pariser Verträge
Am 27.Februar 1955 stimmt der Bundestag über die sogennaten "Pariser Verträge" ab. Diese beinhalten die stattliche Selbstständigkeit und die Gründung einer Armee.
Die Wiederbewaffnung rückt immer näher. Nach der 40-stündigen Debatte wird dem Pariser Vertrag mit 2/3 der Stimmen zugestimmt, der am 5.Mai 1955 in Kraft tritt. Bereits 4 Tage
später wird die Bundesrepublik Mitglied der NATO, jedoch noch ohne eigene Armee.
Warschauer Pakt
Der Warschauer Pakt war ein Militärbündnis des Ostblocks und der Sowjetunion
und damit das Penedant zur NATO
1956: Nationale Volksarmee, XX. Parteitag der KPdSU, Aufstand in Ungarn
Nationale
Volksarmee
Die Nationale Volksarmee ist der Nachfolger Kasernierten Volkspolizei.
XX. Parteitag derr KPdSU
Der XX. Parteitag der KPdSU fand om 14. bis 26. Februar in Moskau statt. In diesen Tagen gab der Nachfolger Stalins, Nikita Chruschtschow einige von Stalins Verbrechen, bekannt und verurteilte sie. So wollte er die Partei auf eine Entstalinisierung vorbereiten, damit er eine Reformpolitik wagen könnte.
Aufstand in
Ungarn
In Budapest demonstrieren hunderttausende gegen Unterdrückung und
Misswirtschaft.
Diese Proteste zeigen zuerst auch Wirkung, als noch in derselben Nacht ein Reformer als Regierungschef ernannt wurde. Doch ab dem 4. November greift die Sowjetunion ein, indem sie die Demonstrationen und Proteste blutig niederschlagen.
1957: „Saarland kehrt heim“, Römische Verträge
,,Saarland kehrt heim"
Das Saarland kehrt nach der französischen Besatzung nach dem zweiten Weltkrieg wieder zu dem deutschen Staatswesen zurück.
Römische Verträge
Die Römischen Verträge wurden von den Vertretern Deutschlands, Frankreichs, Italiens und dem der Benlux-Staaten auf dem Kapitol in Rom unterschrieben. Diese Verträge sind eigentlich Gründungsurkunden Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom).
1958: Berlin-Ultimatum, Kollektivierung (Wirtschaft)
Berlin-Ultimatum
Die Sowjetunion fand die Aufteilung Berlins in die vier Zonen absurd und wollte
diese ändern. Sie fordert den Abzug der Westmächte aus Berlin, da diese durch die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO das Potsdamer Abkommen gebrochen und somit kein Recht mehr auf ihre
Zonen haben.
1959: Hammer, Zirkel und Ährenkranz in der DDR-Fahne
Diese Fahne schenkte sich die DDR selbst zum zehnjährigen Bestehen. Die
Elemente Hammer, Zirkel und Ährenkranz stehen für die Einheit von Arbeiterschaft, Bauerntum und Intelligenz.
1960: Staatsrat der DDR
Erster und einziger Präsident der DDR stirbt im September. Er wird nicht durch
einen zweiten Präsidenten, sondern durch den Staatsrat ersetzt. Durch den Vorsitzenden dieses Raates wird die politische Richtung noch verstärkt. Ein Wechsel von West- nach Ostdeutschland ist mit
der Ausnahme in dem geteilten Berlin nicht mehr möglich.
1961: Fluchtbewegung, Mauerbau, Kennedys „Three essentials“
Fluchtbewegung
Als die DDR-Bürger noch Visa erhalten konnten, gelangten sie ohne Komplikationen über Berlin in die Bundesrepublik (die innerdeutsche Grenze war schon längst geschlossen). Doch ab 1958 galten die Visa nicht mehr und es blieb den DDR-Bürgern nur noch die Flucht über Berlin.
Mauerbau
Ab dem 13. August entsteht zwischen West- und Ostberlin eine Mauer aus Stein, Beton und Stacheldraht, der sogenannte eiserne Vorhang. Somit war die Teilung Deutschlands vollendet.
Kennedys ,,Three essentials"
Die Sowjetunion will nach dem gescheiterten Berlin-Ultimatum vor drei Jahren
einen zweiten Versuch mit einem Friedensvertrag versuchen. Dieser besagt, dass die Ostmächte die volle Souveränität erlangen und auch die Zufahrtswege nach Berlin kontrollieren und Westberlin wär eine ,,Freie Stadt". Doch John F.Kennedy lässt sich
nicht auf die Verhandlungen ein und beharrt auf den “Three Essentials”: auf der Präsenz westalliierter Truppen in der Stadt, auf dem freien Zugang für diese Truppen und auf der Lebensfähigkeit
West-Berlins.
1962: Kuba-Krise
John F. Kennedy enthüllt, dass die Sowjetunion Atomraketen auf Kuba platziert hat. Dieses diente der
Sowjetunion als Druckmittel gegen die Westmächte. Kennedy fordert den sofortigen Abzug der Waffen. Sonst droht der Sowjetunion eine Invasion Kubas. Diese Auseinandersetzung führt fast zu
einem weltweiten Atomkrieg. Nach sechs Tagen Nervenkrieg gibt die Sowjetunion nach und verspricht den Abzug der Waffen. (Dabei zog die USA gleichzeitig ihre, in der Türkei stationierten,
Atomraketen zurück.)
1963: Der „Alte“ (Adenauer) tritt ab, Passierscheinabkommen
Der Alte tritt ab
Konrad Adenauer tritt nach 14 Jahre als Bundeskanzler mit 87 Jahren ab. Durch ihn konnte die Republick wieder aufgebaut werden und die Westbindung gestärkt werden.
Passierscheinabkommen
Westberliner dürfen erstmals seit dem Bau der Mauer zwei Jahre zuvor ihre Verwandten in Ostberlin besuchen. Allerdings nur zwischen dem 19. Dezember und dem 5. Januar. Dieses
Abkommen ist dem Westen und dem Berliner Bürgermeister Willy Brandt zu verdanken.
1965: „Unkultur aus dem Westen“
1967: Plattenbau (Wirtschaft)
In der DDR wird mithilfe des Architekten Richard Paulick
eine rießige Anzahl Plattenbauten
gebaut. Dies Plattenbausiedlung wird zu einer eigenstädnigen Stadt umfunktioniert und bekommt den Namen Halle-Neustadt.
1968: „Prager Frühling“
Im April stellte in Prag Alexander Dubcek ein Aktionsprogramm vor: Wirtschaftsreform, Demokratisierung, Meinungsfreiheit.
Allerdings marschieren Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei ein und beenden die Reformen des Prager Frühling. Auch Truppen der DDR stehen an der Landesgrenze bereit. Die DDR-Führung hatte sich von Anfang an gegen die tschechoslowakischen Reformen gestellt.
1969: Hallstein-Doktrin, Willy Brandt und die SPD/FDP-Koalition
Hallostein- Doktrin
Die DDR wird vom Königreich Kambodscha als eigener Staat anerkannt. Die BRD entscheidet sich gegen die konsequente Umsetzung vom Hallstein-Dokrtin s, welches den Abbruch aller Beziehungen zu Kambodscha bedeutet hätte sonder nur für die Einfrierung der Beziehungen.
Willy Brandt und die SPD/FDP- Koaltition
Willy
Brandt wird in einem Kopf and Kopf Rennen Bundeskanzler dank einer Koaltion mit der FDP.
1970: Willy in Erfurt, Brandt, Moskauer Vertrag, Warschauer Vertrag, Ostverträge
Willy Brandt in Erfurt:
Am 19. März kam Willy Brandt nach Erfurt und wurde groß empfangen. Es gab ein erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen, in dem über die Anerkennung der DDR gesprochen wurde.
Ergebnislos.
1971: Rücktritt Ulbrichts, Transitabkommen
Rücktritt Ulbrichts
Walter Ulbricht, Staats- und Parteichef der DDR, erklärt seinen Rückzug. Dieser war durch ein Intriege Honeckers ausgelöst worden.
Transtiabkommen
Das Transitabkommen tritt in Kraft und
ermöglicht einen freien und schnellen PKW- Verkehr von Westdeutschland nach Westberlin. Es ist das erste offziele Abkommen zwischen BRD und DDR.
1972: Grundlagenvertrag
Staatssekretär Michael Kohl und der Minister Egon Bahr unterzeichneten in Ost-Berlin den Grundlagenvertrag. Dies ist ein Kompromiss zwischen dem ostdeutschen Bemühen um Anerkennung der DDR als Staat und dem westdeutschen Wunsch, das Ziel der nationalen Einheit nicht aufzugeben. Doch statt Botschaften werden nur "Ständige Vertretungen" eingerichtet.
Der Vertrag öffnet beiden Staaten in der internationalen Politik mehr Handlungsspielraum, wie ihre Aufnahme in die Vereinten Nationen beweist. Auf deutsch-deutscher Ebene gibt es zahlreiche praktische Verbesserungen der bisherigen Beziehungen (z.B. eine engere Zusammenarbeit im Bereich von Reiseverkehr, Kultur und Tenchnik, aber auch Erleichterungen bei Familienzusammenführungen).
1973: „Kleiner Grenzverkehr“, DDR in der UNO
1974: „Ständige Vertretung“, DDR als „sozialistische Nation“
1976: „Pfarrer Brüsewitz“
1982: Wehrgesetz in der DDR, Wirtschaftskrise in der DDR (Wirtschaft)
1987: Abrüstung im Warschauer Pakt, Ende des Kalten Krieges, Honecker im Westen
1989: Kommunalwahl in der DDR, Protestbewegung, „friedliche Revolution“ Mauerfall
1990: 2+4 Vertrag, Deutsche Einheit
Moskauer Vertrag:
Der Moskauer Vertrag ist der erste der
Ostverträge, der in die Geschichte eingeht. Die Bundesregierung erklärt die europäischen Grenzen für unverletzlich und erkennt somit die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges faktisch an und der
Frieden zwischen West und Ost soll gesichert werden. Der erste große Erfolg für die Ostpolitik.
Warschauer Vertrag:
Im Dezember reiste Willy Brandt nach
Warschau. Der Vertrag besagt, dass beide Seiten auf Gebietsansprüche und Gewaltanwendung verzichten, die Normalisierung der Beziehungen wird vereinbart.
Vielmehr aber ist der "Kniefall von Warschau" ein historisches Ereignis. Vor dem Denkmal für die Toten
des Warschauer Ghettos verharrt Brandt nach der Kranzniederlegung für einige Sekunden auf den Knien. Später sagt er, er habe "im Namen unseres Volkes Abbitte leisten wollen für ein
millionenfaches Verbrechen, das im missbrauchten deutschen Namen verübt wurde".
Erich Honecker, Verantwortlicher für
Sicherheitsfragen im Politbüro, wendete sich "gegen das Alte und Rückständige aus der kapitalistischen Vergangenheit und gegen Einflüsse der kapitalistischen Unkultur und
Unmoral".
Auf dem 11. Plenum wurden Filme, Theaterstücke, Bücher und Musikgruppen, wie zum Beispiel die Sputniks verboten, damit die Jugend
nicht "verschandelt" wird.